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Offene Arbeit

"Ich als Kind kann neue spannende Themen in einer anregenden Umgebung entdecken, kann mich selbst mit diesen Themen auseinandersetzen und habe Erwachsene, die mir zur Seite stehen, mir Entwicklung zugestehen, die die entsprechenden Bedingungen immer wieder überprüfen" (Mienert/ Vorholz, 2011, S. 15)

offene Arbeit bedeutet für uns:

  • Bildungs- und Lernangebote sind für alle Kinder offen
  • Strukturen im Tagesgeschehen passen sich den Bedürfnissen und den Rhythmen der Kinder an
  • das NEIN des Kindes gilt ebenso wie das eines Erwachsenen
  • freie Wahl der Spielorte, -Partner und -Materialien
  • unsere Räume sind flexibel gestaltet und passen sich den Themen und den Bedürfnissen der Kinder an
  • Kinder bestimmen über ihre Beziehungen und den Grad der Intensität
  • Kind und Eltern können ihre Ansprechpartner frei wählen
  • Regeln innerhalb des Hauses werden gemeinsam mit Kindern erarbeitet und sind für alle verbindlich
  • Pädagogen sind für alle Kinder verantwortlich

 

Dem Konzept der offenen Arbeit liegt ein Partizationsverständnis zugrunde, das alle die in der Kindereinrichtung leben zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer Umwelten werden. Das heißt, dass Erwachsene auf die Entwicklungspotenziale von Kindern vertrauen und, dass Kinder in selbstinitiierten, -gesteuerten und-geregelten Situationen optimale Lernvoraussetzungen für ihre persönliche Entwicklung finden können.

Offene Arbeit hat nichts mit offenen Türen zu tun, sondern es handelt sich um eine Grundeinstellung des Zusammenlebens. Es bedeutet: Offen zu denken und neue Blickwinkel und Perspektiven einnehmen zu können. Offene Arbeit reultiert aus Praxisreflexion und Praxiserprobung und ist somit ein andauernder Prozess.

In unserem Haus werden die Kinder im Bezugspädagogensystem betreut. Jeder Pädagoge ist für eine bestimmte Anzahl von Kindern der/ die Bezugspädagoge/in und für die dazugehörigen Eltern der/ die feste Ansprechpartner/in. Die Anzahl der Kinder ist abhängig vom Alter der Kinder und den aktuell gültigen Betreuungsschlüssel des Landes Thüringen. Allgemeine alltägliche Informationen geben alle Mitarbeiter weiter, spezielle Informationen oder Fragen über ihre Kinder beantwortet der/ die Bezugserzieher/in. Alle Pädagogen unseres Hauses stehen mit ihren Kindern im Kontakt. In den verschiedenen Funktionsräumen erleben die Pädagogen mit ihren Kindern unterschiedliche Situationen. Wichtige Gegebenheiten und Ereignisse werden an den jeweiligen Bezugspädagogen weitergegeben. Dieser sammelt alle Informationen, fasst sie zusammen und sorgt dafür, dass die Weiterentwicklung des Kindes altersentsprechend und reibungslos verläuft. Der/ Die Bezugspädagoge/in führt das Portfolio des Kindes, welches wichtige Stationen des Kindergartenalltags und die Entwicklung des Kindes beschreibt. Anhand des Portfolios, der Informationen aller Pädagogen und der Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation nach Petermann/ Koglin führt der/ die Bezugspädagoge/ in mit den Eltern der Bezugskinder die Entwicklungsgespräche.