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Unser Konzept

Pädagogische Grundlagen

 

Unser pädagogischer Ansatz

 

Eingebettet in Streuobstwiesen, Felder und Wald liegt der Waldkindergarten "Wogau".

Diese kleine Idylle ist unser pädagogischer Ansatz. Wir wollen mit den Kindern die Natur spielerisch entdecken und erleben und gehen deshalb fast täglich mit den Kindern in die Natur und in den Wald.

Der waldpädagogische Ansatz bietet uns einfache, alltägliche aber faszinierende Möglichkeiten, der Natur zu begegnen und die Jahreszeiten mit allen Sinnen wahrzunehmen.

 

 

 

Neben der Umweltbildung vereint der waldpädagogische Ansatz noch viele weitere Bereiche zur nachhaltigen Entwicklung des Kindes, wie z.B. die Bereiche Bewegung, Soziales Lernen, Sprachliche Förderung, Kreatives Gestalten sowie die Wahrnehmung.

 

 

Durch den täglichen Aufenthalt im Freien und im Wald werden die Kinder widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und die Gesundheit wird gestärkt. Durch die natürliche Bewegung draußen (zum Beispiel Laufen oder Rennen über den unebenen Wiesen- oder Waldboden, Klettern über Baumstämme, Springen, Balancieren) und weil der Aufforderungscharakter des Waldes wie von selbst auf die Kinder wirkt, wird "ganz nebenbei" die körperliche Fitness gestärkt, die Koordination geschult und die Kinder können ihre Grenzen austesten (z.B. getraue ich mir über diesen Stamm zu springen?). Durch die verschiedensten Aktivitäten der Kinder kann dem Bewegungsmangel, welcher sich bei Kindern durch "passive Beschäftigungen" heute oftmals zeigt, positiv entgegengewirkt werden.

 

                       

                                                         

 

Im Wald haben die Kinder die Möglichkeit, sich ohne räumliche Enge und vorgefertigtes Spielzeug frei zu entfalten und ihren kindlichen Ideen, Wünschen und Themen phantasievoll nachzugehen. Deshalb geben wir den Kindern viel Raum für freies Spiel. Das Kind kann ganz "Kindsein" und aus seiner Motivation heraus handeln und sich so ganz eigene Erfahrungen verschaffen.

 


 

Eine große Besonderheit, welche uns der Wald schenkt, ist das Erleben und Genießen von Stille. 

Im Alltag der Kinder sowie beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen fehlen Kindern häufig Ruhe und Stille, die in der Natur erfahren und wertgeschätzt werden können. Wir geben den Kindern Raum, auf die "Stille" zu lauschen und sensibel für leise Geräusche in der Natur zu werden - für das Blätterrauschen, den hämmernden Specht, das Knacken eines Astes. Der stark reduzierte Lärmpegel sorgt für Entspannung und Ausgeglichenheit bei den Kindern.

 

Wie klingt der Boden?

 

Auch bietet der Wald ganz von allein Plätze zum "Durchatmen" und Innehalten.

 

 

In unserem Kindergarten bestimmt außerdem der ganzheitliche und lebensbezogene Ansatz unsere pädagogische Arbeitsgrundlage. Bei diesem Bildungskonzept steht das natürliche Leben und Lernen der Kinder - in partnerschaftlicher Gemeinschaft mit den Erziehern, im Vordergrund. Besonders wichtig ist uns, das Kind die Welt um sich herum ERLEBEN zu lassen und das Kind aktiv einzubeziehen (z.B. Ausflüge unternehmen und sich etwas "hautnah" erleben, mit den Kindern Äpfel auflesen und daraus selbst Apfelsaft oder Apfelmus herstellen; mit den Kindern auf Vogelstimmen im Wald lauschen, Tiere in der Natur entdecken und nicht nur auf Fotos betrachten, Pflanzen wachsen und welken sehen ect.). Gerade im Wald können viele Zusammenhänge hergestellt und sinnlich erfahren werden. Jeden Tag gibt es neue Dinge zu beobachten, und es können neue Eindrücke gesammelt werden -

Natürliche Geräusche, Gerüche, Geschmack, etwas in echt ansehen oder erfühlen - all dies wird bei den Kindern nachhaltig in Erinnerung bleiben.

 

 

 

Auch zum genauen Beobachten, Experimentieren, Musik machen (z.B. mit Stöcken) oder etwas Aufbauen - der Wald bietet Raum dafür.

Lebensbezogen heißt weiterhin, mit den Kindern in der Gegenwart zu leben, sie auf ihr späteres Leben vorzubereiten sowie ihnen Traditionen zu vermitteln und das Vergangene im Leben zu schätzen.

Traditionell feiern wir verschiedene Feste im Kindergarten und lassen die Geburtstage der Kinder zu einem besonderen "Feier-Tag" werden.

 

 

Unser Bild vom Kind und die Rolle der pädagogischen Fachkraft

 

Die kindliche Neugier, das Spielen, Ausprobieren, Experimentieren und Hinterfragen lassen die Kinder die Welt um sich erschließen. Dabei werden sie von Eltern/ der Familie und Pädagogen begleitet, welche dem Kind Sicherheit und Schutz gewähren und so eine verlässliche Beziehung entsteht. Kinder wollen selbständig aktiv werden und autonom sein - im sicheren Beziehungsnetz ist dies der "Motor "ihrer Entwicklung. Dieser "Motor" muss nicht gestartet werden, sondern gelingt am besten ohne das ständige Eingreifen der Erwachsenen, da das Kind sonst in der Entwicklung eigeengt oder behindert und gar unselbständig wird.

"Zurückhaltung" und eine Begrenzung des Einschreitens sind somit markant für die Grundhaltung der pädagogischen Fachkraft bei uns im Kindergarten, um den Weg für die freie Entwicklung der Persönlichkeit des Kindes zu ebnen.

 

 

Die pädagogische Fachkraft ist Begleiter sowie Dialogpartner der Kinder und schafft eine Atmosphäre des Wohlbefindens, Vertrauens und Zutrauens sowie Respekts gegenüber dem Kind. Durch einfühlsame Beobachtung erkennt die Fachkraft den Entwicklungsstand sowie die Interessen der Kinder und stellt Ressourcen für die Aktivitäten der Kinder bereit und gibt ihnen Impulse. Die Kinder werden an vielen Entscheidungen beteiligt und können ihren Tagesablauf selbst mitgestalten (Partizipation).

Die Fachkraft kommuniziert und reflektiert im Team die Erfahrungen in der Arbeit mit den Kindern und ist Beratungspartner für die Eltern.

 

Inklusion

 

Jedem Kind, welches bei uns betreut werden soll, möchten wir gemeinsam mit seinen Eltern die Chance geben, die räumlich und inhaltlich benötigten Bedingungen für das Kind zu schaffen. Hierbei ist unser multiprofessionelles Team (Heilerziehungspfleger, Sozialpädagogen, Erzieher, Mitarbeiter mit verschiedenen Zusatzausbildungen) besonders wichtg. Wir möchten allen Kindern die Möglichkeit geben, sie unabhängig ihrer individuellen Fähigkeiten, ethischer und sozialer Herkunft sowie gesundheitlichen Beeinträchtigungen, einzubeziehen und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen.

Es besteht eine Vernetzung zum Kinderfachdienst und speziellen Facheinrichtungen.

 

Der eigenständige Bildungsauftrag

 

Der Kindergarten hat einen Bildungsauftrag, der im Bildungsplan des Landes Thüringen festgeschrieben ist. Dieser orientiert sich an dem Selbstbildungsprozess der Kinder. Wir Erwachsenen geben dem Kind Impulse zur Selbstbildung, schränken aber nicht seine individuelle Entwicklung ein.